Was ändert sich 2026 im Immobilienbereich?

Neues im Immobilienbereich für 2026

Wichtige Neuerungen für Eigentümer, Käufer und Verkäufer

Das Jahr 2026 bringt im Immobilienbereich einige relevante Veränderungen mit sich. Nicht alle Regelungen sind völlig neu, viele entfalten jedoch erst ab diesem Zeitpunkt ihre praktische Wirkung. Für Eigentümer, Kaufinteressenten und Verkäufer ist es deshalb wichtig, sich frühzeitig zu informieren und die Auswirkungen realistisch einzuordnen.

Besonders im Fokus stehen energetische Anforderungen, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), Förderbedingungen sowie wirtschaftliche Rahmenfaktoren wie Finanzierung und laufende Kosten.

Gut zu wissen – die wichtigsten Änderungen 2026 im Überblick

• Verschärfte Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bei Heizungsmodernisierungen
• Zunehmende Bedeutung von Energieeffizienzklassen bei Verkauf und Vermietung
• Weiterentwickelte Förderprogramme für Sanierung und klimafreundliches Heizen
• Langfristige Auswirkungen der Grundsteuerreform
• Höhere Sensibilität von Käufern für Sanierungsrückstände und Folgekosten
• Steigende Bedeutung professioneller Beratung bei Verkauf und Kauf

Das geänderte Heizgesetz (GEG) – was 2026 konkret relevant wird

Das Gebäudeenergiegesetz sieht bereits seit 2024 vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollen. Ab 2026 gewinnt diese Regelung deutlich an praktischer Relevanz, da immer mehr Kommunen ihre kommunale Wärmeplanung vorlegen.

Für Eigentümer bedeutet das:

• Beim Austausch einer Heizung sind klassische Öl- und Gasheizungen nur noch eingeschränkt zulässig
• Übergangsfristen laufen aus oder werden regional konkretisiert
• Wärmepumpen, Fernwärme, Hybridlösungen oder Biomasse gewinnen weiter an Bedeutung

Für Käufer älterer Immobilien ist entscheidend, ob mittelfristig Investitionen in die Heiztechnik erforderlich werden. Diese Aspekte fließen zunehmend in Kaufpreisverhandlungen ein.

Energieeffizienz als Preisfaktor

Ab 2026 wird die Energieeffizienz eines Gebäudes noch stärker als bisher den Marktwert beeinflussen. Immobilien mit guten Energiekennwerten (z. B. Klassen A bis C) sind leichter zu vermarkten und erzielen häufig stabilere Preise.

Bei energetisch schwächeren Gebäuden:

• steigt der Erklärungs- und Beratungsbedarf
• erwarten Käufer häufig Preisabschläge oder klare Sanierungskonzepte
• spielen Fördermöglichkeiten eine zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung

Ein transparenter Energieausweis und eine realistische Einschätzung der Sanierungskosten werden damit immer wichtiger.

Förderprogramme und Finanzierung

Auch 2026 bleiben staatliche Förderungen ein zentrales Instrument, um energetische Sanierungen wirtschaftlich darstellbar zu machen. Förderlandschaft und Konditionen ändern sich regelmäßig, weshalb eine aktuelle Beratung unerlässlich ist.

Typische Förderbereiche:

• Heizungstausch (z. B. Wärmepumpen)
• Energetische Gesamtsanierungen
• Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenster

Parallel dazu achten Banken stärker auf:

• Energiekennwerte der Immobilie
• zukünftige Investitionsrisiken
• langfristige Werthaltigkeit

Dies kann sich auf Zinssätze, Eigenkapitalanforderungen und Finanzierungszusagen auswirken.

Grundsteuer und laufende Kosten

Die Grundsteuerreform ist bereits umgesetzt, ihre tatsächlichen Auswirkungen zeigen sich jedoch für viele Eigentümer erst ab 2025 und 2026 in den konkreten Bescheiden. Je nach Kommune kann es zu Mehr- oder Minderbelastungen kommen.

Für Eigentümer und Käufer bedeutet das:

• laufende Kosten rücken stärker in den Fokus
• Transparenz bei Nebenkosten wird wichtiger
• Wirtschaftlichkeitsberechnungen gewinnen an Bedeutung, insbesondere bei Kapitalanlagen

Auswirkungen auf Verkauf und Kauf von Immobilien

Für Verkäufer steigt die Bedeutung einer fundierten Vorbereitung:

realistische Preisfindung unter Berücksichtigung des energetischen Zustands
• saubere Unterlagen, insbesondere zu Heizung, Energieausweis und Modernisierungen
• klare Kommunikation gegenüber Interessenten

Käufer wiederum prüfen 2026 genauer:

• welche Investitionen kurzfristig erforderlich sind
• welche gesetzlichen Anforderungen absehbar greifen
• wie sich Förderungen sinnvoll nutzen lassen

Eine professionelle Immobilienmakler Begleitung hilft, Fehlentscheidungen und unrealistische Erwartungen auf beiden Seiten zu vermeiden.

Fazit

Das Jahr 2026 bringt keine plötzliche Revolution im Immobilienbereich, aber eine spürbare Verdichtung bestehender Regelungen und Marktmechanismen. Energieeffizienz, Heiztechnik und langfristige Kosten spielen eine immer größere Rolle bei Bewertung, Finanzierung und Vermarktung von Immobilien.

Wer frühzeitig plant, sich gut informiert und fachkundig beraten lässt, kann auch unter veränderten Rahmenbedingungen fundierte und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen treffen.

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