Mietspiegel Nürnberg: 

Der Mietspiegel Nürnberg, oder auch Mietenspiegel (so die offizielle Bezeichnung) wird von der Stadt Nürnberg (Amt für Stadtforschung und Statistik, Amt für Wohnen und Stadtentwicklung) gemeinsam mit verschieden Institutionen und Interessenvertretern von Mietern und Vermietern, herausgegeben. Der Mietspiegel erscheint im zwei Jahres Rhythmus, aktuell liegt der Mietspiegel von 2016 (Stand 1.8.2016) vor. Der nächste Mietspiegel erscheint voraussichtlich am 1.8.2018.

Bezugsquelle des Mietspiegels

Der Mietspiegel kann gegen Zahlung eine geringen Gebühr (ca. 2,50 €) beim Amt für Wohnen und Stadtentwicklung in der Marienstraße 6, 90402 Nürnberg bezogen werden, außerdem bei den Bügerämtern und im Bürger Informations Zentrum am Hauptmarkt 18.

Inhalt und Verwendung des Mietspiegels

Der Mietspiegel Nürnberg weist auf der Basis der Nettokaltmiete die ortsübliche monatliche Vergleichsmiete in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aus. Der Mietspiegel erfüllt die Voraussetzungen eines qualifizierten Mietenspiegels im gesetzlichen Sinn. Die Angabe der ortsüblichen Vergleichsmiete erfolgt in Abhängigkeit von:

  • der Wohnungsqualität (einfach, normal oder gut)
  • der Wohnungsgröße
  • des Wohnungsbaujahres

 Die Wohnqualität wird hierbei über die Auswertung eine Tabelle mit Zu- und Abschlagsmerkmalen ermittelt. Typische Faktoren die die Einordnung der Wohnqualität positiv beeinflussen sind z.B.:

  • Balkon, Loggia oder Terrasse
  • Aufzug
  • gehobene Badausstattung etc.

Typische Faktoren die die Einordnung der Wohnqualität negativ beeinflussen sind z.B.:

  • Einzelöfen mit Strom- oder Gasbetrieb 
  • einfache Badausstattung etc.

Neu im Mietspiegel ab 2012

Im aktuellen Mietspiegel erfolgt die Bewertung nun über eine Basis-Nettokaltmiete. Diese ist lediglich von der Wohnfläche abhängig. In einem zweiten Schritt wird diese Basis Miete dann prozentual mit zu- und Abschlägen für Baujahr, Wohnungsart, Ausstattung etc. korrigiert. Außerdem sind nun Wohnhäuser im Mietspiegel enthalten.

Mit dem Mietspiegel lassen sich also Wohnungen und Häuser hinsichtlich der ortsüblichen Vergleichsmiete einordnen.

Mietpreisentwicklung

Aktueller Mietspiegel 2016

Entwicklung im Vergleich der Mietspiegel 2014 zu 2016


Mietsteigerung im Durchschnitt um ca. 6 %,  sogar bis zu 10% bei größeren Wohnungen bzw. Häusern.  Spannweite 6,64 €/m2 (große Wohneinheiten) bis 10,24 €/m2 (kleine Wohneinheiten, Apartments)

Vergleich Mietspiegel 2016 zu Mietspiegel 2014
Vergleich Mietspiegel 2016 zu Mietspiegel 2014




Entwicklung im Vergleich der Mietspiegel 2012 zu 2014

Mietsteigerung im Durchschnitt um ca. 7 %,  sogar bis zu 10% bei größeren Wohnungen ab 80 m2, Spannweite 4,50 €/m2 bis 14,60 €/m2 (Neubau, Erstvermietung)

Entwicklung im Vergleich der Mietspiegel 2010 zu 2012

Mietsteigerung im Durchschnitt um ca. 6 %

Entwicklung im Vergleich der Mietspiegel 2008 zu 2010

Der Vergleich der Mietspiegel 2008 und 2010 ergibt eine durchschnittliche Mietsteigerung von ca. 6 %.

Bei kleineren Wohnungen liegt die Verteuerung über dem Durchschnitt, diese verteuern sich im Durchschnitt also mehr als 6 %. Beispielsweise ist die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen unter 30 m2 (Baujahr 1985 bis 1995, normale Lage) in 2010 ca. 7,2 % höher als im Mietspiegel 2008.

Bei größeren Wohnungen (ab ca. 80 m2) liegt die Verteuerung unter dem Durchschnitt, diese Verteuern sich also weniger als 6 % innerhalb der letzten zwei Jahre. Beispielsweise ist die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen ab 80 m2 (Baujahr 1985 bis 1995, normale Lage) in 2010 ca. 4,8 % höher als im Mietspiegel 2008.

Mietenspiegel 

Unser Service für Kunden:

Neben weiteren Serviceleistungen zu Ihrer Immobilie, geben wir Ihnen Auskunft zum Mietspiegel und nehmen die Einordnung Ihrer Wohnung in den Mietspiegel vor. Die ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete dient dann z.B. als Grundlage zur Beurteilung von möglichen Mietanpassungen oder zur Versachlichung von Diskussionen über die Miethöhe.